Unsichtbare Schadstoffe in Fertighäusern von den 1960er bis Mitte der 1980er Jahre – ein Risiko für Verkäufer, Makler und Käufer.
Beim Verkauf eines älteren Fertighauses richten sich viele Fragen zunächst auf das Thema Asbest. Tatsächlich wurden bei zahlreichen Fertighäusern asbesthaltige Baustoffe verwendet. Doch Asbest ist häufig nur ein Teil der Geschichte.
Die eigentliche Herausforderung liegt oft in den unsichtbaren Schadstoffen, die weder bei einer Besichtigung erkennbar noch ohne spezielle Untersuchungen nachweisbar sind. Hierzu gehören insbesondere Pentachlorphenol (PCP), Lindan, Chloranisole und – je nach Baujahr und Bauweise – Formaldehyd. Diese Stoffe stammen häufig aus früher eingesetzten Holzschutzmitteln oder Holzwerkstoffen und können die Raumluft belasten, ohne dass dies äußerlich erkennbar ist.
Ein Verkauf kann schneller scheitern als gedacht.
Kaufinteressenten informieren sich heute umfassend über mögliche Schadstoffbelastungen älterer Fertighäuser. Bereits der Verdacht einer Belastung führt häufig zu Unsicherheit, Preisnachverhandlungen oder dem Rückzug vom Kauf.
Auch finanzierende Kreditinstitute prüfen solche Immobilien zunehmend genauer. Sind mögliche Schadstoffbelastungen ungeklärt oder bestehen Zweifel an der Raumluftqualität, kann dies die Finanzierung erschweren oder den Verkaufsprozess verzögern.